
Die Arbeitsorganisation ist das Ergebnis einer aufgabenbezogenen Teilung der Arbeit und deren notwendiger Koordination. Die Arbeitsorganisation gerät in stärkerem Maße als zuvor in den Vordergrund betrieblichen Handelns. Sie ist in stärkerem Maße Wandlungen unterworfen, ausgelöst durch Innovationen im technischen Bereich, aber auch in ausdifferenzierten konkurrierenden Konzepten der Arbeitsorganisation. So können z.B. gemischt zusammengesetzte Teams zu innovativeren und kreativeren Problemlösungen als homogene Gruppen kommen.
Diese Veränderungen befördern das Bewusstsein von Veränderbarkeit, und sie schaffen die Gelegenheit des Einbringens unterschiedlicher Interessen. Die Festlegung der Arbeitsorganisation ist immer ein sozialer Prozess. Eine veränderte Arbeitsorganisation stellt ein wirksames Instrument zur Integration bisher benachteiligter Gruppen dar. Durch eine entsprechend gestaltete Arbeitsorganisation kann eine diskriminierende und unproduktive Arbeitsteilung aufgebrochen und eine Verbesserung der Beschäftigungsperspektiven insbesondere von Benachteiligten erreicht werden.
Arbeitsgestaltung bezieht sich nicht nur die Gestaltung der Arbeitsplätze, sondern es gilt auch die Arbeit selbst differentiell, dynamisch und alternsgerecht zu gestalten. Die Arbeit differentiell zu gestalten meint, dass es ein Angebot verschiedener Arbeitsstrukturen gibt, zwischen denen die Beschäftigten wählen können. So kann Arbeitsgestaltung den unterschiedlichen Leistungsanforderungen gerecht werden. Eine dynamische Arbeitsgestaltung meint, dass nicht ein für alle mal festgelegt wird, was der/die Einzelne zu tun hat, sondern dass Wechsel im Zeitverlauf möglich sind, abhängig von den Leistungsvoraussetzungen. Die Arbeit alternsgerecht zu gestalten, meint Verhältnisse zu schaffen, bei denen über den gesamten Lebensverlauf die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit des Menschen erhalten bleibt. Das beinhaltet auch eine rechtzeitige Vorbeugung gegen Leistungsveränderungen durch Ergonomie und Gesundheitsförderung, ebenso wie vorbeugende Qualifizierungen und Arbeitsplatzwechsel. Die optimale Gestaltung der Arbeitsplätze sollte sich allerdings nicht nur auf eine Gruppe z.B. der älteren Arbeitnehmer/innen beschränken. Im Sinne der Prävention verhindern Maßnahmen bei Jüngeren, dass sich bei diesen im späteren Berufsverlauf typische Verschleißerscheinungen einstellen.