
Im Begriff Diversity-Management ist bereits enthalten, dass es sich um eine Führungsaufgabe handelt. Führung hat die Aufgabe, Bedingungen zu schaffen, unter denen alle Mitarbeiter/innen ihre Leistungen optimal einbringen können. Sie kümmert sich um die Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen und bemüht sich um ein ausgeglichenes Betriebsklima. Unter Führung wird das soziale Verhältnis der Über- und Unterordnung zur Koordinierung, Planung und Kontrolle von Tätigkeiten verstanden. Folglich zeichnet sich Führung dadurch aus, dass die Bedürfnisse der Menschen mit den Zielen der Organisation in Einklang zu bringen sind und somit eine möglichst effiziente Zielrealisierung möglich wird.
Führung bezeichnet eine soziale Beziehung. Die Sicherung und Verbesserung der Arbeitsfähigkeit wird maßgeblich bestimmt vom Führungsverhalten der Vorgesetzten. Gute Führung verbessert die Zusammenarbeit und erhöht die Arbeitsfähigkeit. In diesem Bereich finden sich deshalb vielfältige Ansatzpunkte, um die Motivation und Arbeitszufriedenheit und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.
Ziel sollte es sein, das Arbeitsleben der Beschäftigten gemeinsam zu gestalten, d.h. z.B. Arbeitsaufgaben und Arbeitsumfeld den vielfältigen Leistungs- und Belastungsfähigkeiten einer vielfältigen Belegschaft anzupassen. Durch eine gute Integration aller Mitarbeiter/innen können Reibungsverluste und Benachteiligungen minimiert, Motivation und Zufriedenheit der Minderheiten gesteigert werden.
Homogene Entscheidungsgremien reagieren wegen des hohen Konformitätsdrucks weniger flexibel als heterogene Gruppen z.B. auf veränderte Bedingungen. Heterogenität in der Führung kann zudem Betriebsblindheit reduzieren helfen.
Diversity-Management ist eine Führungsstrategie, die innerbetriebliche Produktivität, Kreativität und Effizienz durch personelle Vielfalt verbessern will. Darauf müssen Führungskräfte vorbereitet werden. Neben einer grundlegenden Sensibilisierung für den Umgang mit personeller Vielfalt sind weitere Schulungen nötig, um mit den verschiedenen Aspekten von Vielfalt konstruktiv umzugehen.